Für alle die sich diese Frage schon länger gestellt haben, hier mal ein kleiner Überblick über die letzten Ereignisse.
Zum Ende Juli hab ich meinen bisherigen Job in der BrezelCompany abgegeben, um mich wieder mehr um meinen eigenen Laden zu kümmern. Auf der Suche nach einem passenden Objekt, hab ich mich bei der Zwischennutzungsagentur angemeldet. Dort sitzen nette Menschen, die bemüht sind, Leerstand zu eliminieren. Das haben sie in der Vergangenheit schon erfolgreich getan, meine direkte Nachbarschaft, der Reuterkiez, gehört sogar schon zu einem ehemaligen Entwicklungsgebiet. Nachdem ich dort also mein Konzept eingereicht habe, erzählte mir eine der Mitarbeiterinnen von einem Musikcafé, die einen Cafébetreiber suchen.
Bei dem Musikcafé handelt es sich um das Fincan. Genau genommen ist das ganze ein Verein und beschreibt sich als Ort für Jazz und Filmkunst in Neukölln. Dieser Verein betreibt ein etwa 160qm großes Ecklokal und besteht im wesentlichen aus 3 Einheiten. Ein autarker Büroteil ist an den gemeinnützig anerkanten fairbindung e.V. vermietet, die mit fair gehandeltem Biokaffee handeln und sich für nachhaltige und solidarische Ökonomie engagieren. Ich bin noch nicht zur Verkostung gekommen, was ich an dieser Stelle sehr bereue. Ich weiß aber, dass sie zur Zeit eng mit Torrefaktum zusammenarbeiten und dort auch rösten lassen. Torrefaktum ist für mich nach wie vor der Inbegriff von qualitativ exzellentem Biofair-Kaffee, so dass ich gespannt bin auf eine gute Zusammenarbeit und Synergien. Die zweite Einheit ist ein Mehrzweckraum (etwa 50qm) der für Veranstaltungen genutzt werden kann. Dort finden regelmäßig Jazzkonzerte statt. Ausserdem gibt es neben unregelmä0ßigen Veranstaltungen, auch einen regelmäßig stattfindenen Tangokurs und eine Yoga-Gruppe, die die Räume nutzt.
Verbnunden wird das ganze durch den für mich Interesanntesten teil; das Café. Der Gastraum (ca 30qm) hat seinen Eingang direkt auf der Ecke, von ihm gehen der Mehrzweckraum und ein kleiner Flur ab, der weiter zu den fairbindungs-Räumen und einem Kinderkrabbelraum führt. Aus dem Kinderkrabbelraum mit Hochebenenklettergerüst kommt man zu Küche und Toiletten. Aus dem Mehrzweckraum führt eine weiter Tür direkt zu den Toiletten. Das Café ist mit Tresen, gemütlichen Möbeln und allerlei liebevoll hergestellten Accessoires ausgestattet. Was fehlt ist eine Regallösung hinter der Bar, ne ordentliche Espresso-Maschine + Mühlen und schönes Geschirr. Das sollte machbar sein.
Morgen werd ich mal hinfahren und erste Gedanken zu der Regalkonstruktion spinnen. Ansonsten werden wir jetzt mal 2 Wochen miteinander arbeiten und gucken, ob wir uns verstehen. Wenn dem so ist, freu ich mich auf eine gute Zusammenarbeit und auf euren baldigen Besuch.






